Papierlexikon

Die Soennecken hat ein kleines Lexikon über Papier zusammengestellt, hier finden Sie die wichtigsten Informationen rund ums Papier.

Generell vorab aber ein paar kleine Hinweise zur Behandlung von Papier: Papier ist ein Naturprodukt und reagiert auf Umwelteinflüsse. Um die gegebenen Eigenschaften zu erhalten, muss das Papier trocken und bei einer stetigen Temperatur von ca. 20 ºC gelagert werden. Moderne Papiere haben eine Mindesthaltbarkeit von 100 Jahren. Vor allem sollte das Papier was demnächst bedruckt wird im gleichen Raum wie der Drucker aufbewahrt werden.

Abfallholz

Rohstoff für die Zellstoff- und Papierindustrie, das als Bruch- oder Durchforstungsholz anfällt. So kann die Forstwirtschaft die notwendige Pflege und den Erhalt des Waldes durchführen.

Abgepasstes Wasserzeichen

siehe Wasserzeichen

Action-Papier

siehe SD-Papier

Adhäsiv-Papier

Mit Silicon beschichtetes Papier, das durch die Beschichtung Klebstoffe abstößt. Für Abdeckungen bei Haftpapieren, Haftfolien und Haftklebe-Papier

Aktendeckel-Karton

Zäher, reißfester, meist geklebter Karton (250/350 g/qm), für Aktenaufbewahrung. In vielen Farben.

Allgemeines über Papier

Papierverbrauch pro Kopf der Weltbevölkerung
  1999 2000
USA 347 kg 332 kg
Deutschland 216 kg 232 kg
Niederlande 217 kg 273 kg
Österreich 228 kg 242 kg
Spanien 162 kg 172 kg
Italien 179 kg 190 kg
Westeurpa 199 kg 212 kg
Welt 56 kg 57 kg
Bundesrepublik Deutschland 2000
Rechnerischer Verbrauch von Papier, Karton und Pappe
Papierart Verbrauch in 1.000 Tonnen Verbrauch in 1.000 Tonnen +/- in %
Druck- und Büropapiere 6.770 6.040 - 10,8
Zeitungsdruck 2.678 2.903 + 8,4
Papier, Karton und Pappe für Verpackung 7.324 7.348 + 0,3
Hygiene-Papiere 1.051 1.062 + 1,0
Technische und spezielle Papiere und Pappen 1.270 1.190 - 6,3
Gesamt 19.093 18.543 - 2,9

Produktion - 17,9 Mio. Tonnen (- 1,7% %)
Altpapiereinsatzquote 2000:
60 % der Erzeugung
75 % des Verbrauchs
Altpapierverbrauch in t: 10.992.000 (+ 7 %)

In Deutschland wurden in 2001 944.168.000 Tonnen Büro- und Administrationspapiere erzeugt ( - 3,0%)

Die weltweite Papierproduktion wird sich in Zukunft immer mehr in die Länder mit dem größten Wachstumspotential verlagern. Wie es in der Studie „World Paper Markets up to 2010“ von Timo Suhonen, Jaakko Pöyry Consulting, heißt, hat sich seit 1980 der Anteil der Regionen Nordamerika und Westeuropa an der Weltpapierproduktion von 67 auf 62% verringert. Die Papierhersteller in Lateinamerika und Asien (außer Japan) haben hingegen ihren gemeinsamen Anteil von 11 auf 22% gesteigert. Bis zum Jahr 2010 soll der Anteil dieser Regionen auf 29% steigen. Dennoch werden Nordamerika und Westeuropa weiterhin die Papierindustrie und den Papierwelthandel dominieren, erwartet Suhonen. 40% der bis 2010 getätigten Kapazitätserweiterungen werden in Nordamerika und Europa vorgenommen. Die gute Verfügbarkeit von Rohstoffen (Primär- und Sekundärfasern), Pigmenten, Chemikalien, die hochtechnologisierte Produktion und hochwertige Produkte, eine gute Infrastruktur sowie gut ausgebildetes Personal werden den westlichen Industrienationen dabei Wettbewerbsvorteile bringen. Die lateinamerikanischen und asiatischen Hersteller haben jedoch bei den auf Kurzfaser basierenden Produkten einen Kostenvorteil, heißt es weiter. Der Anbau von Kurzfaserhölzern in den tropischen Regionen sei nur halb so teuer wie in Europa und Nordamerika. Nachteilig wirke sich hingegen aus, daß Langfasern und rezyklierte Fasern in Asien und Lateinamerika schlecht verfügbar seien.Die russische Papierindustrie verfügt über enorme Waldbestände mit einem Anteil von 20% am weltweiten Bestand und fast 50% der Langfaserressourcen, so Suhonen. Ein weiterer Pluspunkt sei das enorme Nachfragepotential im Inland (150 Mio. Einwohner). Derzeit habe die russische Industrie jedoch noch mit Problemen au der ganzen Linie zu kämpfen – finanziell, politisch, institutionell und logistisch – so daß dieses Potential derzeit bei weitem nicht ausgeschöpft werden kann.

Alterungsbeständigkeit

In der Vergangenheit stellte man fest, daß bis zu 90% der Bücher- und Aktenbestände vom Zerfall bedroht waren. Dies lag u.a. an der chemischen Zusammensetzung (Holz, saurer Leim bei hohem Holzschliffanteil) der gefertigten Papiere. Hitze, Kälte und Luftfeuchtigkeit setzten den Papieren ebenfalls zu. Heute werden Papiere ph-neutral gefertigt. Sie sind alterungsbeständig, d.h. sie haben einen Gebrauchswert von mehreren hundert Jahren.

Papiere aus Altpapier oder mit hohem Holzschliffanteil sind weniger haltbar als holzfreie oder sogar hadernhaltige Papiere (Recyclingpapiere haben dennoch eine Altersbeständigkeit von über 100 Jahren).

Altpapier

siehe Rohstoffe
siehe Umweltengel

AOX-Wert

International gebräuchliche Maßeinheit, um die Abwasserbelastung mit Chlorkohlenwasserstoff verschiedener Zellstoff-Fabriken miteinander vergleichen zu können. Der AOX-Wert bildet die Grundlage für die Einteilung in "chlorfrei", "chlorarm", "chlorgebleicht". Der Wert ist das Maß für die Summe aller chlorhaltigen, organischen Verbindungen und damit auch für die Menge an eingesetztem Chlor.

Aschegehalt

Papier besteht neben den Faserstoffen organischer Bestandteile aus sogenannten Füllstoffen. Der Anteil dieser Füllstoffe kann durch Verbrennen (Veraschen) des Papiers ermittelt werden.

Blatt

Bezeichnung bei Papiergrößen bis DIN A3
siehe Bogen

Bleichverfahren

Um weißes Papier herstellen zu können, werden Faserstoffe in verschiedenen Verfahren gebleicht. Bleichverfahren mit Chlorgas/Elementarchlor führen zu hohen Abwasserbelastungen mit organischen Chlorverbindungen. Bleichverfahren mit dem wesentlich teureren Chlordioxid zeichnen sich bereits durch eine stark reduzierte Abwasserbelastung aus. Bleichverfahren mit sauerstoffhaltigen Bleichmitteln (z.B. Sauerstoff, Wasserstoffperoxyd) führen zu keinerlei Belastungen mit organischen Chlorverbindungen.
siehe Sauerstoffbleiche
siehe ecf
siehe tcf

Bogen

Bezeichnung ab Papiergröße DIN A3 aufwärts.
siehe Blatt

Breitbahn

Bezeichnung der Hauptfaserrichtung. Die kurze Kante des Blattes verläuft parallel zur Maschinenrichtung.
Schreibweise: 297 x 420 mm BB
oder: DIN A3 BB
Siehe auch Laufrichtung

Brennprobe

Um festzustellen, ob ein Karton aus mehreren geklebten Lagen besteht, kann das Testblatt an einer Ecke angezündet werden. Die Zahl der sich spaltenden Aschenlagen gibt die Zahl der Papierlagen an.

Büttenpapiere

Hochwertige Papiere mit einem unbeschnittenen Rand (Büttenrand). Früher Kennzeichen für handgeschöpftes Papier, heute überwiegend maschinelle Herstellung.

Chlor

(Hier richtiger: Elementarchlor). Chemische Substanz, die zur Entfernung von Lignin bei der Zellstoffherstellung und –bleichung verwendet wird. Allerdings entstehen dabei umweltbelastende, organische Chlorverbindungen (u.U. Dioxine), die in der Natur schwer abbaubar sind. Herstellungsverfahren ohne den Einsatz von Chlor werden daher zunehmend in verstärktem Maße eingesetzt. Es ist zu erwarten, daß die Chlorbleiche in absehbarer Zeit ganz ersetzt wird.

Chlorfrei / Chlorarm

Bei diesen Bezeichnungen geht es nicht um das Papier und seinen möglichen Chlorgehalt. Vielmehr beziehen sie sich auf den Bleichvorgang bei der Faserstoffherstellung. Als "chlorarm" werden Papiere bezeichnet, bei deren Faserbleiche die Abwasserbelastung reduziert wird. Der verwendete Zellstoff wird dabei häufig ohne Chlorgas (Elementarchlor) und statt dessen mit Chlordioxid gebleicht. Zusätzlich wird oftmals umweltorientiert, z.B. mit Wasserstoffperoxyd, vorgebleicht. Der AOX-Wert ist < 0,5 kg bezogen auf 1000 kg Papier.Chlorfrei (tcf) bedeutet absolut chlorfrei = AOX-Wert = 0,0.
siehe ecf
siehe tcf

Chlorfreier Zellstoff

Zellstoff, der nicht mit dem umweltbelastenden Chlor, sondern mit Wasserstoffperoxid gebleicht wurde.

Computerpapier

siehe Tabellierpapiere

Crimp-Lock-Heftung

Hält die Mehrfachsätze bei Tabellierpapier zusammen. Das Papier wird am Führungslochrand mit Metallzähnen durchstoßen, damit es ineinander verkeilt. Dadurch erreicht man einen sicheren Halt und dennoch sind die Sätze leicht trennbar.

CTMP-Rohstoff

Ein aus Holz gewonnener Rohstoff, der chemisch, thermisch und mechanisch aufbereitet wird. Die Ausbeute beträgt dann 95 % (ähnlich wie Holzschliff). Der so entstandene Rohstoff wird nicht gebleicht, sondern in seiner gelblichen Färbung weiterverarbeitet. Der CTMP-Stoff darf nicht als holzfrei bezeichnet werden.

De-Inking

Wenn an Recycling-Papiere Anforderungen an Helligkeit gestellt werden, müssen aus den eingesetzten Altpapieren die Druckfarben entfernt werden. Sie werden mit Hilfe von Seifenlaugen und Druckluft gelöst und abgeschöpft. Der Faserbrei aus Altpapier kann zusätzlich gebleicht werden – in den meisten Fällen ohne Einsatz von Elementar-Chlor. Der Abfall aus Füllstoffen, Streichmitteln und Druckfarben wird umweltgerecht entsorgt.
siehe Rohstoffe (Altpapier)

Dicke

Die Dicke eines Papiers wird in µm bzw. tausendstel Millimetern gemessen. 80g/m2 Kopierpapiere haben eine Dicke von ca. 100 µm. Im Alltag werden Papiere jedoch anhand ihres Flächengewichtes ausgewählt.

DIN-Formate (DIN-Reihe A)

Jedes Format ist doppelt oder halb so groß wie das nächste, z.B.:
DIN A8 - 52 x 74 mm
DIN A7 - 74 x 105 mm
DIN A6 - 105 x 148 mm
DIN A4 - 210 x 297 mm
DIN A3 - 297 x 420 mm
DIN A2 - 420 x 594 mm
DIN A1 - 594 x 841 mm
DIN A0 - 841 x 1189 mm (= 1 qm)

Dioxine

Dieser Begriff umfasst über 200 verschiedene Verbindungen der chlorierten Dibenzodioxine und Dibenzofurane. Einige Vertreter dieser Gruppen zählen zu den gefährlichsten chemischen Giften. Dioxine sind ein Teil der organischen Chlorverbindungen, die sich beim Bleichen mit Chlorgas (Elementarchlor) bilden. Daher wird verstärkt auf dieses Bleichverfahren verzichtet.

Doppellangsieb

Zur Herstellung von Papier und Karton mit völlig gleichmäßiger Ober- und Unterseite gibt es Papiermaschinen, die die Papierbahn zwischen zwei endlosen Langsieben (Ober- und Untersieb) bilden.

Dünndruckpapier

25 - 60 g/qm schwere Papiere

Duplex

Kopierpapiere zeichnen sich durch gleichmäßigen Ausdruck bei beiderseitigen Kopierverfahren aus.

Durchschlagpapiere

30 - 40 g/qm schwere Papiere für Durchschläge, weiß und farbig, überwiegend holzfreie Qualitäten. Heutzutage sind 30g-Papiere fast überhaupt nicht mehr und 40g-Papiere nur noch in weiß erhältlich.

ecf

Elementarchlorfreie Papiere, auch als "chlorarm" bezeichnet. Der Zellstoff wird mit einem geringen Chloranteil gebleicht (AOX-Wert < 0,5 kg bei 1000 kg Faserstoff).
siehe Chlorfrei / chlorarm

Egoutteur

Wasserzeichenwalze auf der Papiermaschine zum Aufbringen des Wasserzeichens.

Einwegpaletten (EWP)

Palette für einen Weg bestimmt, in der Regel: Hersteller – Verbraucher, keine genormten Maße, werden auf das jeweilige Gut abgestimmt und individuell gefertigt (z.B. für DIN A4-Papiere 64 x 92 cm).

Elefantenhaut

Speziell behandeltes, extra zähes Papier mit starker Struktur (elefantenhautähnlich). Einsatz als Speisekarten, Urkunden und Bucheinbandstoff.

Elektronisches Papier

Wiederbeschreibbare Computerdisplays, die ähnlich wie Papier aussehen und sich auch so anfühlen, sollen in Zukunft klassische Druckererzeugnisse ersetzen. Text und Bilder werden auf Knopfdruck aktualisiert. Nanostrukturierte Materialien erzielen dabei eine bisher unerreichte Bildqualität.

Gut ein Dutzend Firmen rund um den Globus arbeiten derzeit intensiv daran, elektronisches Papier auf den Markt zu bringen. Einer der Entwickler ist das Darmstädter Chemieunternehmen Merck KGaA. Es wird noch rund 10 Jahre dauern, bis elektronisches Papier die Zeitung ersetzen wird. Im elektronischen Papier liegt eine Schicht aus 100 Mikrometer messenden Kügelchen zwischen zwei Elektroden. In den Mini-Bällchen schwimmen in einer durchsichtigen Flüssigkeit schwarze und weiße Pigmente, die negativ beziehungsweise positiv geladen sind. Je nach anliegender Elektrodenspannung bewegen sich entweder die weißen oder die schwarzen Pigmente an die Oberfläche des elektronischen Papiers und erzeugen ein helles oder ein dunkles Pixel. Farbige Anzeigen will man ähnlich wie in Flüssigkristallbildschirmen mit dem elektrischen Papier liegenden Farbfiltern herstellen.

Nach einem ähnlichen Prinzip wie das E-Ink-Produkt funktioniert auch eine Entwicklung des legendären kalifornischen Forschungslabors Xerox Palo Alto Research Center (PARC), die mittlerweile vom Kunststoffhersteller 3M auf langen Rollen hergestellt werden kann.
Die zur Vermarktung des SmartPaper eigens gegründete Firma Gyricon Media hat bereits preiswerte, leucht und vor allem Strom sparende E-Paper-Etiketten vorgestellt, die als Werbeflächen oder digitale Preisschilder in Supermärkten zum Einsatz kommen. So können jeder zeit schnell auf Knopfdruck neu ausgezeichnet werden.

Als Ersatz für Bücher, Zeitungen oder Zeitschriften komme es aber wohl erst in etwa fünf bis zehn Jahren in Betracht. Das Markvolumen für derartige Produkte wird in den kommenden zehn Jahren auf mehr als 18 Mrd. Dollar geschätzt.

Etiketten, selbstklebend

Für Computer endlos und DIN A4 für Kopierer, Laser- und Inkjet-Drucker. Lagerfähigkeit 5 Jahre. Spezialetiketten für Kopierer, Laser- und Inkjet-Drucker bieten optimale Ergebnisse. Etikettenpapier 70 g/qm. Inkjet-Etiketten haben eine beschichtete Spezialoberfläche für optimalen, fast wasserfesten Druck. Laufrichtung Breitbahn. Soennecken-Etiketten: Universaletiketten mit unbeschichteter Oberfläche, 60 g/qm.

Etiketten-Papier

Einseitig glattes, oft vorderseitig gestrichenes, lackier- und bronzierfähiges Druckpapier. In der Regel holzfrei, meist nassfest und vollgeleimt. Zur Herstellung von Etiketten aller Art.

Europalette

Genormte DIN-Palette hinsichtlich Größe, Aufbau und Tragfähigkeit. Austausch im Spediteurverbund (EUROPOOL). Größe 80 x 120 cm.

Färbung

Abhängig vom Rohstoff im Papier.

Holzfreie Papiere: weiß bis hochweiß
mittelfeine Papiere: gelblichbeige bis grau
Recyclingpapiere: grau (Druckfarbreste aus Altpapier)

Messverfahren u.a. nach ISO (Höchstwert 120) oder nach CIE (Höchstwert 200).

Fasern

siehe Papier

Feinpapiere

Hochwertige Papiere
siehe holzfreie Papiere

Feinstpapiere

Diese Papiere vermitteln dem Betrachtenden neben der reinen Reproduktion von Bildern noch etwas angenehmes beim Anfassen (Haptik). Feinstpapiere vermitteln Atmosphäre, Charme, Charakter, Gefühl

Feuchtigkeitsgehalt

Die hygroskopische Papierstruktur dehnt oder schrumpft stark bei Änderung des Raumklimas (Luftfeuchte + Temperatur). Die Erhaltung des natürlichen Feuchtigkeitsgehaltes (Gleichgewichtsfeuchte) von Papier ist daher bei Transport, Lagerung und Verarbeitung zu beachten (Idealverhältnisse für Formatpapiere: 18 – 20° und 50 x 55 % relative Feuchte).

Filzseite

siehe Papieroberfläche (Zweiseitig)

Fingernagelprobe

siehe Nagelprobe

Flächengewicht

Das Flächengewicht oder auch Grammatur des Papiers genannt, gibt an, wie viel Gramm ein Quadratmeter Papier wiegt. Das DIN A0 Format hat eine Größe von 841mm x 1189 mm, was einem Quadratmeter bzw. dem Gewicht von 16 DIN A4 Blättern entspricht. Kurzbezeichnung: z.B. 80 g/m².

Format

Papierblattgröße bzw. Bogengröße in mm oder cm.
siehe DIN Format

Formatdifferenzen

In Papierstapeln können Längen- und Breitenschwankungen auftreten. Grund: nicht ganz exakter Schnitt. Entsprechend den Geschäftsbedingungen der Papierindustrie müssen diese Differenzen in klar definierten Grenzen toleriert werden.

Form-Feed-Lochung (FFL)

Ein Steuerloch bei Tabellierpapieren für Tintenstrahldrucker, z.B. Siemens, dient zum Vorschub des nächsten Blattes. Geräte der neueren Generation benötigen dieses Steuerloch nicht mehr.

Führungslochrand

Seitlicher Lochrand bei Tabellierpapieren zwecks Weitertransport des Papiers im EDV-Drucker mit sog. Stachelwalze, wird z.T. auch mit zusätzlicher Perforation versehen zum späteren Abtrennen des Lochrandes.

Füllstoff

Zwischen den verfilzten Fasern verbleiben winzige "Krater" und Unebenheiten. Übliche Füllstoffe bei Qualitätskopierpapieren: PCC (prezipitiertes = gefälltes) Calciumcarbonat CaCO2. Beim PCC wird die im Calciumcarbonat enthaltene Kohlensäure in einem chemischen Prozess herausgefällt und später wieder ergänzt, damit die kristalline Struktur der Moleküle verändert werden kann. Man bezeichnet es auch als künstlich hergestelltes Calciumcarbonat. Vorteil dieses Füllstoffes ist die enorme Weiße des Produktes.
Bei der Papierherstellung werden zur Verbesserung bestimmter Papiereigenschaften (z.B. Glätte, Weiße, Opazität, Geschmeidigkeit u.a. ) der Faserstoffmasse eine Reihe von organischen und anorganischen Mineralstoffen beigegeben, die sich zwischen den Fasern einfügen.

Geprägtes Papier

"Leinengeprägt" Schreibpapier, "gehämmert" Büttenkarton, Fotoalbenpergamin mit "Spinnen-Prägung". Das sind nur einige Beispiele der vielfältigen Möglichkeiten, mit Prägewalzen (-Platten) in die Oberfläche von Papier nachträglich Musterungen/Strukturen einzupressen.
siehe Oberflächenbeschaffenheit

Geschäftsbedingungen der Deutschen Papierindustrie

Verbindliche Bedingungen- gültig für alle deutschen Papierfabriken – hinsichtlich erlaubter, produktionsbedingter Fertigungsschwankungen hinsichtlich Flächengewicht, Mengeneinhaltung, Qualitätsschwankungen, Maßgenauigkeit usw.

Geschichte des Papiers


105 – Der chinesische Eunuch Tsái Lun beschreibt die Herstellung von Papier

650 – Aufkommen von Papiergeld in China unter Kaiser Kao Tsung

1144 – erste Papiermühle in Spanien

1246 – älteste erhaltene deutsche Papierhandschrift des Passauer Domdechanten

1390 – Errichtung erste deutsche Papiermühle in Nürnberg

1445 – Gutenberg erfindet die Buchdruckkunst

1711 – Erfindung des Holländers

1771 – Patent für eine Papiermaschine

1844 – Erfindung des Holzschliff-Herstellungsverfahren

1851 – Erstmalige Herstellung von Zellstoff

1884 – Erstmaliger Gebrauch von Toilettenpapier in Rollenform in den USA

1891 – Erfindung des Sulfatverfahrens

1906 – In Kalifornien wird die erste Milchtüte aus Papier hergestellt

1928 – Die Firma Feldmühle nahm in Deutschland die damals größte Papiermaschine der Welt in Betrieb; sie war 6 m breit, lief etwa 300 m/min und produzierte maximal 100 Tonnen pro Tag.

1945 – Im Potsdamer Abkommen legen die Siegermächte einen Pro-Kopf-Papierverbrauch von 7kg fest.

1955 – Ausbreitung des Farbdrucks bringt Magazinen und Illustrierten einen Aufschwung

1979 – Inbetriebnahme der ersten CTMP-Anlage(chemi-termo-mechanical pulp) in Schweden

1990 – Aufgrund von Umweltproblemen nimmt die Papierindustrie Abschied von der Elementarchlorbleiche.

1999 – Der Einsatz von Altpapier steigt auf 61%

bis 2010 – Laut einer Studie der Welternährungsorganisation (FAO) wird der Papierverbrauch jährlich um 3% steigen.

Gestrichenes Papier

Durch das Streichverfahren wird die Oberfläche eines Papiers veredelt. Die Streichmasse wird auf das Streichrohpapier aufgebracht und in vorgegebener Strichstärke gleichmäßig verteilt und anschließend getrocknet und bei glänzenden Papieren satiniert (geglättet).Zweck des Streichens geschlossenere Oberfläche (dadurch höhere Druck-/ Bildwiedergabequalität geringerer Druckfarbenverbrauch, man unterscheidet:

1. maschinengestrichene Papiere: Streichvorgang findet schon beim Fertigungsprozess in der Papiermaschine statt.

2. gestrichene Papiere: Streichvorgang findet nach dem abgeschlossenen Fertigungsprozess (außerhalb der Papiermaschine) durch separate Streichmaschinen statt. Einseitig (= Chromopapier) und beidseitig gestrichene, matt-, halbmatt-, glänzendgestrichene und die innerhalb und außerhalb der Papiermaschine gestrichenen Sorten bilden die große Gruppe der Bilderdruck- und Kunstdruckpapiere. Auch hochwertige Ink-Jet- oder Farblaser-Papiere haben eine gestrichene Oberfläche. (Oberflächenbeschaffenheit).

Gewichtstoleranzen

Trotz hochentwickelter Steuerungsanlagen sind gelegentliche Gewichtsschwankungen bei der Papierherstellung unvermeidlich. Sie dürfen aber die in den Geschäftsbedingungen der Papierindustrie einheitlich festgelegten Grenzwerte nicht überschreiten (maximal 5 %).

Glätte

Satinage

Glückwunschkarten-Karton

Meist hochweißer, oft einseitig gestrichener (mit vielerlei phantasievollen Prägungen versehener Karton 200 – 240 g/qm) zur Herstellung von Glückwunschkarten.

Grau-Pappe

Aus wiedergewonnenen Papierfaserstoffen hergestellte, graue Vollpappe. Vorwiegend für buchbinderische Zwecke.

Griff

Die unterschiedliche Dicke, Härte und Steifigkeit von Papier kann subjektiv als "Griffigkeit" empfunden werden (keine Maßeinheit).

Gummiertes Papier

Papier mit einer Klebstoffbeschichtung, die durch Wasser aktiviert wird (Dextrin, Gummiarabikum). Zur Herstellung von Aufklebern, Marken, Postwertzeichen und nassklebenden Briefhüllen (nicht zu verwechseln mit Haftklebe-Papieren).

Hadern-Papier

Überwiegend aus Textilabfällen (Baumwolle, Leinen, Hanf) hergestellte Papiere. Für sehr beständige, wertvolle langlebige Dokumente, Banknoten, Urkunden. Bis zum 18. Jahrhundert waren Hadern (Lumpen) der einzige Rohstoff für die Papierherstellung.

Haftklebe-Papier

Mit aktivem Klebstoff ein- und beidseitig beschichtetes Papier. Zur Verhinderung vorzeitigen Klebens ist es mit klebstoffabweisendem (z.B. siliconisiertem) Papier/Folie abgedeckt. Hauptverwendungszweck: Etiketten

Hammerschlag-Prägung

Nachträgliche Prägung des Papiers oder Kartons mit einem Hammerschlag-Effekt. Für Briefbogen, Visitenkarten u.ä.

Handdurchschreibepapier

Papier mit (meist blauer) Farbschicht, das die Farbe durch mechanischen Druck (z.B. durch Kugelschreiber) an eine Unterlage abgibt.

Handschöpfung

Diese Methode wurde seit der Erfindung des Papiermachens (ca. 60 v. Chr.) bis zur Entwicklung der Papiermaschine (1799/Louis Robert) angewandt. Mit Hilfe eines siebbespannten Schöpfrahmens schöpfte der Papiermacher aus der "Bütte" den dünnen, wässrigen Papierbrei. Heute wird noch in Museen und von künstlerischen Papiermachern Papier handgeschöpft.

Hartpost-Papier

Meist unter Zusatz von Strohzellstoff klanghart gearbeitetes Schreibmaschinenpapier mit guter Widerstandsfähigkeit gegen mechanische Verletzung beim Beschreiben und Radieren. Mit und ohne Wasserzeichen.

Holzfreie Papiere

Hauptrohstoff ist Zellstoff. Nach DIN 6730 gelten nur Papiere mit mindestens 95 % Zellstoff als holzfreie Papiere.
siehe auch mittelfeine Papiere
leicht holzhaltige Papiere

Holzhaltige Papiere

Die sogenannten Papiere werden überwiegend aus Holzschliff hergestellt. Sie enthalten 6 bis 75% Holzschliff

Holzschliff

Rohstoffe (Holzschliff)

Hygienepapiere

In der Regel holzfreie oder Recycling-Papiere wie Toilettenpapier, Küchenrollen, Taschentücher, Handtücher.

Ink-Jet-Drucktechnik

Bei diesem Verfahren werden feine Tropfen flüssiger Tinte aufs Papier gespritzt. Eine Vielzahl von Tropfen formen die Schriftzeichen. Die in diesem Bereich angewandten Technologien unterscheiden sich hauptsächlich in der Art und Weise der Projektion der Tintentropfen. Zwei Techniken haben sich hier durchgesetzt: piezoelektrisches Verfahren und das Bubble Jet System. Die Druckqualität variiert je nach Anzahl der Tintendüsen – von 48 bis 256 je nach Modell- der Qualität des Druckkopfes, der Dichte der Tropfen, der verwendeten Tinte und der Wahl des Druckers.

Ein zu stark oberflächengeleimtes Papier lässt die Tropfen zurückspritzen, dies ergibt einen Sprüheffekt. Die Tinte trocknet weniger rasch und wird bei großflächigem Druck die Tendenz haben, sich unregelmäßig zu konzentrieren. Ungenügend geleimtes Papier lässt die Tinte auslaufen und durchschlagen.

Der Farbtintenstrahldruck bringt weitere Einschränkungen. Die Farbtöne (in gewissen Fällen sogar schwarz) werden durch Überdrucken der drei Grundfarben erzielt. Die Menge der aufgetragenen Tinte ist daher merklich höher als bei einem Einfarben-Drucker. Gewisse Drucker benötigen sogar ein gestrichenes Spezialpapier, dessen Oberfläche die Tinte rasch absorbiert und fixiert.

Ink-Jet-Papiere

Hochwertiges Spezialpapier für Tintenstrahldrucker. Die Oberfläche ist besonders behandelt. Übliche Grammaturen sind80 / 90 / 100/110 g/qm. Übliche Größen:DINA3, DINA 4 und endlos.

Kalander

Unter einem Kalander versteht man ein Glättwert. Es besteht aus Stahl- und Hartpapier (Baumwoll)-Walzen. Die Papierbahn wird nachträglich durch diese Walzen geführt und mit Druck, Feuchtigkeit und Wärme geglättet (satiniert)

Kanzleipapiere-maschinenglatt

Holzfreie Schreibpapiere für Handschrift mit geleimter (Tintenschreibfestigkeit) und geglätteter Oberfläche (optimale Beschreibbarkeit) mit Lineaturaufdruck: liniert, kariert, rautiert, aber auch blanko). Übliches Format: DIN A3 auf DIN A4 gefalzt oder seltener auch DIN A4.

Karton

Bezeichnung für "Papiere" von 150 – 600 g/qm.

Kartonage

Bezeichnung für ein Endprodukt aus dem Werkstoff Karton oder Pappe.

Klanghart

Qualitätseigenschaft eines hochwertigen Papiers, das sich durch besondere Härte und Steifigkeit auszeichnet und beim Knittern einen "Klang" verursacht.

Klimaschwankungen

Kunststoffbeschichtete (PE) Rieseinschläge schützen Kopierpapiere vor negativen Einflüssen durch die Umluftfeuchte. Das Kopierpapier wird mit extrem niedriger Feuchte von 25 – 35 % gefertigt. Ohne Schutzpackung kann das Papier wellig werden.

Wenn die Umluft feuchter oder trockener ist als das Papier, nimmt das Papier die Werte der Umluft an und verändert sich. Trockene Räume führen dazu, daß die Papierkanten schrumpfen. Das Papier „tellert“. Zu hohe Feuchtigkeit führt zum Ausdehnen der Papierkanten und zu einem Wellen des Papiers. Das Papier wird randwellig.

Schlechte klimatische Bedingungen führen zwangsläufig zu Laufproblemen, Staus, schlechte Sorterfachauslastung, Faltenbildung insbesondere beim Duplexbetrieb sowie zu einer schlechten Tonerübertragung, die zu Druckauslassungen führen kann.
Vorbeugen:

Papier sollte in klimatisierten Räumen gelagert werden. Die ideale Raumtemperatur beträgt 18 – 22°C und die relative Luftfeuchte 50 – 60°C.
Sorgen Sie dafür, daß sich das Papier akklimatisieren kann. Kopierpapiere werden in ein Spezialpapier gepackt (Rieseinschlagpapier). Rieseinschlagpapier schützt das Papier vor klimatischen Einflüssen.
Packen Sie nur die benötigte Menge Papier aus und vermeiden Sie die offene Lagerung.
Achten Sie darauf, daß Sie das Papier richtig einlegen. Beachten Sie den Pfeil auf der Verpackung, der auf die zuerst zu kopierende oder zu bedruckende Seite zeigt. Pfeil auf Papierpaketen

Klimatische Bedingungen

Optimale klimatische Bedingungen für Papiere:
18 - 22 C° und 50 – 60 % relative Feuchtigkeit.

Kopierpapiere

Speziell gefertigte Papiere für den Kopierbereich überwiegend in der Stärke 80 g/qm in weiß und farbig. Hauptanteil liegt bei den holzfreien Papieren. Kopierpapiere enthalten im Vergleich zu anderen Papieren eine geringere relative Feuchte (ca. 30%), damit sie durch die hohe Hitzeeinwirkung im Gerät nicht wellen. Wegen der elektrischen Leitfähigkeit werden der Papiermasse Leitsalze zugesetzt. Kopierpapiere müssen so steif und fest sein, daß sie sich beim Kopiervorgang weder wellen noch verziehen. Gute Kopierpapiere zeichnen sich darüber hinaus durch eine hohe Weiße, die Alterungsbeständigkeit und eine hohe Opazität aus, so daß auch beim Duplexdruck ein Durchscheinen der Text- und Bildelemente verhindert wird.

Besonderheiten:
niedrigere Feuchte (25 – 35 % rel. F.)
besondere Stoffzusammensetzung
exakter, staubfreier Beschnitt
glatte, geleimte Oberfläche
klimaschutzverpackt

Gängige Formate:
DIN A4, A3 , A2
Einsatzbereich: Überall, auch als Schreibmaschinenpapier, Ink-Jet-Papier, Faxpapier.
Entwicklung: Wachsender Markt mit Steigerungsraten von 5 – 10 % pro Jahr.

Sortiment
Qualitätspapiere der Marke SOENNECKEN

Kraft-Papier

Vorwiegend einseitig glattes, geripptes, zähes, reißfestes Papier aus Sulfatzellstoff. Für Verpackung und ähnliche Einsatzbereiche mit hoher mechanischer Beanspruchung.

Krepp-Toilettenpapier

Altpapierhaltige, einlagige, einfache Toilettenpapiere. Die Kreppung erfolgt im feuchten Zustand auf der Papiermaschine, durch diese Schrumpfung verliert die Papierbahn 10 – 20 % ihrer normalen Länge.

Ladenpackung

Kleinpackungen für den Ladenbereich, z.B. 100-Blatt-Packungen Schreibmaschinenpapier, Kopierpapier usw.

Laminieren

Das Verbinden verschiedener Werkstoffe (Papier, Kunststoff, Folie) durch Pressen oder Verkleben zu einem "Laminat", das alle guten Eigenschaften der verwendeten Werkstoffe vereinigt.

Langsieb-Papiermaschine

1799 von dem Franzosen Nicolas Louis Robert erfunden, heute noch meistverwendete Technik mit Arbeitsbreiten bis 10 Meter. Das Ganzzeug (= der mit Wasser vermischte Papierrohstoff) läuft über einen Cleaner zum Stoffauflauf (99 % Wassergehalt, 1 % Faser- und Feststoffanteile). Hier wird die dünnflüssige Masse auf das umlaufende Langsieb gesprüht, wo die Bildung des Blattes erfolgt. Nachdem der Großteil des Wassers abgeflossen ist, wird in der Pressen- und Trockenpartie die Restfeuchtigkeit bis auf ca. 5 – 8 % entzogen. Anschließend wird das Papier geglättet und evtl. veredelt.
siehe Papiermaschine

Längsperforation

Bei Tabellierpapieren zum Abtrennen des seitlichen Führungslochrandes.

Laser-Kopierer

Bei diesen Geräten wird die Vorlage mittels eines Laserstrahls und eines schnell rotierenden Spiegels linienweise auf eine sich drehende Fotoleitertrommel gebracht. Die Druckgeschwindigkeit beträgt 6 bis 200 Seiten pro Minute (A4). Die Fixierung erfolgt wie bei herkömmlichen Normalpapier-Kopierern. Hohe Zuwachsraten in den nächsten Jahren. Anhand dieser Grafik ist die Funktionsweise eines Laserdruckers beschrieben.

Laufrichtung

Papierlaufrichtung in der Papiermaschine wird gekennzeichnet mit Schmal- und Breitbahn beim Einzelblatt/-bogen.

Leicht holzhaltige Papiere

Der Holzschliffanteil liegt zwischen 20 und 30%.
siehe auch mittelfeine Papiere

Leimung

Schreib- u. Kopierpapiere sowie die meisten Druckpapiere werden zwecks Verbesserung der Oberfläche noch bei der Fertigung in der Papiermaschine oberflächengeleimt. Ergebnis: geschlossene, staubfreie Oberfläche, hohe Tintenfestigkeit, gute Beschreibbarkeit und Bedruckbarkeit. Ungeleimtes Papier ist z.B. Löschpapier.

Leinengeprägtes Papier

Briefpapier mit leinenartig geprägter Oberflächenstruktur.

Leitkarten-Karton

In der Regel 400 g/qm standfester Karton für Leitkarten in Karteien.

Leporello-Faltung

Andere Bezeichnung für die Zick-Zack-Faltung.

Lesestreifen

Lesehilfe auf Tabellierpapieren aufgedruckt im Abstand von 1/6 Zoll. Sind die Leselinien durch einzelne Striche dargestellt, so spricht man von Notenlinien.

Lichtechtes Papier

100%igen Schutz vor Ausbleichen unter Einwirkung von Tageslicht und Wärme gibt es für Papier nicht. Holzfreie Rohstoffe und entsprechende Farbpigmente können die Farbtonänderung verzögern.

Lignin

Eine Substanz in Pflanzen – also auch in Holz -, die Fasern verbindet und versteift. Sie muss zur Faserstoffgewinnung von der Zellulose gelöst werden. Lignin bewirkt ein schnelles Vergilben des Papiers aus Holzschliff, was aber in Anbetracht des kurzlebigen Verwendungszweckes der holzhaltigen Papiere, z.B. als Zeitungspapier, nicht von Belang ist.
siehe Bleichverfahren

Löschpapiere

Ungeleimtes, besonders saugfähiges Papier. Entweder holzfrei aus Baumwollzellstoff oder holzhaltig aus extrem langfaserigem, röschgemahlenem Holzschliff hergestellt.

Manila-Karton

Zäher, satinierter, bräunlich-gelber Karton (z.B. Hängemappen), der früher aus Manilahanf-Abfällen gefertigt wurde.

Maschinenglatte Papiere

Papier erfährt nach dem Verlassen der Maschine keine weitere Behandlung. Die Oberfläche ist relativ wenig geschlossen. Oberflächenbeschaffenheit

Mikroperforation

Besonders enge und feine Perforation bei hochwertigen Tabellierpapiere (fast wie ein Schnitt!)

Mittelfeines Papier (fast holzfrei)

Zu erkennen an einer nicht rein weißen Färbung (gelblich-beige-grau), der Holzschliffanteil beträgt bis zu 15%. Test auf Holzschliffhaltigkeit mit Phloroglucin
siehe auch holzfreie Papiere
leicht holzhaltige Papiere
Umdruckpapier

Nagelprobe

Zieht man die Kanten eines Papierblattes so zwischen Daumen und Zeigefinger, daß die Fingernägel die Kanten dehnen können, werden zwei gegenüberliegende Kanten glatt bleiben und die beiden anderen Kanten wellig werden. Parallel zu den glatten Kanten verläuft die Laufrichtung des Papiers. (Laufrichtung )

Non-Impact-Druckverfahren

(berührungsfreies Druckverfahren) Druck durch Farbübertragung ohne mechanischen Anschlag. Aufbau des Druckbildes geschieht digital. Zu diesem System gehören der Laser-Kopierer/Drucker, der Tintenstrahldrucker (Ink-Jet) und der Thermodrucker (Thermopapiere).

Oberflächenfestigkeit

Eigenschaft eines Papiers, einer senkrecht auf die Oberfläche einwirkenden Kraft (z.B. der Zug der Druckfarbe bei der Übertragung auf das Papier beim Druckvorgang) Widerstand zu leisten.

Oberflächenleimung

Leimung, die in der Leimpresse der Papiermaschine auf die Oberfläche des Papiers aufgetragen wird. Dadurch wird die Oberfläche verfestigt, um eine bessere Bedruckbarkeit und Beschreibbarkeit zu erreichen.

Obersieb

Modernes Blattbildungsystem an Papiermaschinen. Sieb.

Offsetpapier

Sammelbegriff für viele holzfreie und holzhaltige Naturpapiere sowie für ungestrichene Recyclingpapiere in satinierter oder maschinenglatter Ausführung (Glättwerk), die im Offsetdruck verarbeitet werden.

Opazität

ist das Fachwort für die Undurchsichtigkeit des Papiers. Diese Eigenschaft ist vor allem für grafische Papiere wichtig, die z. B. von beiden Seiten bedruckt werden sollen. Die Opazität kann dadurch erhöht werden, dass man der Papiermasse mehr Holzschliff oder Füllstoffe wie Kaolin, Talkum oder Titandioxyd zusetzt. Dadurch entsteht gleichzeitig auch eine glattere Oberfläche.
Gegensatz: Transparenz

Optische Aufheller

Optische Aufheller sind farblose Substanzen, die ultraviolette Strahlen absorbieren können und sie als sichtbare Strahlen wieder abgeben. Durch die Zugabe solcher Substanzen kann der Weißgrad von Naturpapier und auch von gestrichenen Papieren erhöht werden.

Original-Kunstdruckpapier

Sehr hochwertige, beidseitig gestrichene Papiere für den Druck von sehr anspruchsvollen mehrfarbigen Druckarbeiten. Solche Papiere haben eine meist glänzende, sehr gleichmäßige und glatte Oberfläche. Es gibt auch matte und halbmatte Qualitäten. Siehe auch Kunstdruckpapiere

otro  = ofentrocken.

Diese Bezeichnung dient der Bestimmung des Trockengehaltes von Faserstoffen und von Papier, Karton und Pappe (früher: atro = absolut trocken). DIN 6730 sagt: "Verhältnis der Masse eines Werkstoffes nach Trocknung unter festgelegten Bedingungen zur Masse bei der Probenahme (‹ absolut trocken); (z. B. angewandt auf Zellstoff siehe DIN EN 20638)"

Papier

Papier ist ein Erzeugnis aus mechanischen oder chemisch freigelegten Pflanzenfasern, die in wässriger Suspension miteinander verfilzt und - unter Zusatz von Hilfsstoffen wie Füllstoffen, Farbstoffen oder Leim - zu einer Blattform verarbeitet werden. Oder, laut DIN 6730: "ein flächiger, im wesentlichen aus Fasern meist pflanzlicher Herkunft bestehender Werkstoff, der durch Entwässerung einer Faserstoffaufschwemmung auf einem Sieb gebildet wird. Dabei entsteht ein Faserfilz, der umschließend verdichtet mit getrocknet wird".

Papieranfaserung

Technik zur Ergänzung von Fehlstellen im Papier bei der Restaurierung von Büchern.

Papierformate

siehe auch DIN-Formate

Fremde oder historische Papierformate:

Gelegentlich tauchen alte Zeitungsformate noch auf und zwar:

  • Berliner Format = 315 x 470 mm
  • Rheinisches Format = 350 x 510 mm
  • Norddeutsches Format = 400 x 570 mm

Amerikanische Standardformate

Im amerikanischen System ist das Normalformat nicht für alle Papiersorten gleich.
Es beträgt:

Formate in inch* Format in cm Papiersorte dt. Bez. Papiersorte amerik. Bez
17 x 22 43 x 56

Schreibpapier
Bankpostpapier
Registerpapier
Saugpostpapier 
Abzugpapier 

Bond
Ledger
mimiograph
duplicator
20 x 26 51 x 66  Umschlagpapier  (gestr. u. ungestr.) cover papers  (coated and uncoated)
25,5 x 30,5 65 x 76 Register-Bristolpapier  Index bristol
20,5 x 28,5 oder 22,5 x 35 57 x 72,4 oder 57 x 79   Gautsch-Bristol und Postkarten-Karton Mill bristol and postcard
24 x 36  61 x 91  Etikettenpapier und Zeitungspapier  tag and newspaper
25 x 38 63,5 x 96,5 Werkdruckpapier
Offsetdruckpapier  (gestr. u. ungestr.)

book papers
coated offset opaque etc.

*1 inch = 2,540 cm

Traditionelle Papierformate in angelsächsischen Ländern:Druckpapiere in engl. Zoll (inch)

Large Foolscap 13,5 x 17
Crown 15 x 20
Large Post 16,5 x 21
Demy 17,5 x 22,5
Double Crown 20 x 30
Imperial 22 x 30
Double Demy 22,5 x 35
Medium 18 x 23
Royal 20 x 25
Large Royal 20 x 27
Super Royal  20,5 x 27,5
Quad Crown  30 x 40
Quad Demy 35 x 45

Historische Papierformate Deutschland (in cm): Nummer/Bezeichnung 

I Reichsformat  33 x 42
II Schulformat 34 x 43
III Propatria 36 x 45
IV Einhorn 38 x 48
V Register 40 x 50
VI Groß-Register 42 x 53
VII Median 44 x 56
VIII Groß-Median 46 x 59
IX Regal   48 x 64
X Groß-Regal 50 x 65
XI Imperial  54 x 68
XII Groß-Imperial 57 x 78

Weltformat

1911 wurde von K. W. Bührer und Saager versucht ein "Weltformat" zu gründen: Einheitsformat (Monoformat) 115 mm x 165 mm. Dies kam schon vor dem 1. Weltkrieg nicht zum Tragen; es wird ganz gelegentlich aber heute noch danach gefragt.

Papiergewicht

siehe Flächengewicht

Papiermaschine

ist das zentrale Element jeder Papierfabrik. Auf bis zu 10 Metern Breite und bis zu 200 Metern Länge sind unter dem Sammelbegriff "Papiermaschine" sehr unterschiedliche Aggregate hintereinandergeschaltet: Stoffauflauf, Siebpartie, Pressenpartie, Trockenpartie und Aufrollung sind - bei sehr variablen Konstruktionsmöglichkeiten - die Standardelemente.

Im Stoffauflauf wird der Faserbrei (mit bis zu 99 Prozent Wasser aus der Aufbereitung) gleichmäßig auf ein äußerst feines Endlossieb aufgebracht, das sich ständig fortbewegt und - außer bei sehr schnellen Maschinen - auch seitlich geschüttelt wird.

Hier verfilzen sich die Fasern zu einer einheitlichen, noch nassen Papierbahn (»Blattbildung«). In dieser Siebpartie läuft überschüssiges Wasser durch das Sieb ab, am Ende liegt der Wassergehalt noch bei etwa 80 Prozent. Die Bahn ist dann bereits fest genug, um sie vom Sieb abzunehmen und mit Hilfe von Filzbändern in die anschließenden Nasspressen zu leiten. Nach dieser weiteren Entwässerung, die den Wassergehalt auf gut 50 Prozent reduziert, beginnt der längste Teil der Papiermaschine, die Trockenpartie.

Auf bis zu 100 dampfbeheizten Trockenzylindern wird der Papierbahn der Rest der Feuchtigkeit entzogen. Daran können sich bis zum Aufrollen der Bahn auf einen Tambour noch verschiedene, nicht obligatorische Arbeitsgänge anschließen. So kann ein Streichwerk eingeschaltet sein, in dem die Papierbahn auf halbem Wege zur endgültigen Trocknung noch gestrichen wird.

Für bestimmte Verwendungszwecke wird das Papier außerhalb der Papiermaschine noch besonders veredelt (satiniert bzw. geglättet). Beachtlich sind die Geschwindigkeiten, mit denen moderne Papiermaschinen arbeiten. So kann eine Zeitungsdruckpapiermaschine mit einer Arbeitsbreite von 9 Metern Geschwindigkeiten bis zu 900 Meter pro Minute (= 54 km/h) erreichen und so in 24 Stunden 600 Tonnen Papier mit einem Flächengewicht von 52 g/m2 erzeugen. Zum Vergleich: ein mittelalterlicher Papiermacher schaffte mit 24 Arbeitern in 16 Stunden etwa 100 Kilogramm Büttenpapier. Je nach Art des Papiers laufen Papiermaschinen mit Geschwindigkeiten bis zu 2000 m/min. in anderen Fällen erreichen sie jedoch nur einige m/min.

Papierprüfung

Methoden und eine Vielzahl von Vorschriften und Normen, um Papier und Karton auf Eigenschaften, Beschaffenheit, Qualität und Güte nach genau definierten und nachvollziehbaren Wegen auf speziellen Prüfgeräten und auch Probedruckgeräten (zur Prüfung der Bedruckbarkeit) zu überprüfen. Bei allen Prüfungen ist das erforderliche Prüfklima nach DIN 50 014 einzuhalten.

Papierrohstoffe

sind in erster Linie Holz, daneben aber auch Textilien (Hadern) und Stroh. Ein weiterer Ausgangsstoff, der wesentlich zur Papierherstellung eingesetzt wird, ist das Altpapier. siehe auch Einjahrespflanzen

Papiertechnische Stiftung

Die Papiertechnische Stiftung (PTS) arbeitet seit 1951 als innovativer und unabhängiger Partner für alle Unternehmen der Papierwirtschaft einschließlich Zulieferindustrie wie Maschinenbau, Chemie und Prozesstechnik. An den beiden Standorten in München und Heidenau erbringen 150 Mitarbeiter Forschungsprojekte und Dienstleistungen mit einem Budget von rund 25 Mio DM. Die PTS bietet Forschung und Beratung für die Papierwirtschaft in den Kundenzielgruppen

  • Faserstoffherstellung,
  • Papiererzeugung,
  • Papierverarbeitung,
  • Zulieferindustrie,
  • Papiergroßhandel und
  • öffentliche Institutionen.

Papiervolumen  Unter Volumen versteht man den Rauminhalt eines Körpers. Das Volumen eines Papiers zeigt das Verhältnis seiner Dicke zu seinem Gewicht in g/m2. Bei normal gearbeitetem Papier mit normaler Glätte spricht man hinsichtlich seines Rauminhaltes von einfachem Volumen oder 1/1 Volumen. Bei gleichem Quadratmetergewicht ist ein Papier um so griffiger, je voluminöser es ist.

Z. B. bei einem Gewicht von 100 g/m²:

- 1       faches Volumen = 0,100 mm Dicke,
- 1 1/4 faches Volumen = 0,125 mm Dicke,
- 1 1/2 faches Volumen = 0,150 mm Dicke,
- 1 3/4 faches Volumen = 0,175 mm Dicke,
- 2       faches Volumen = 0,200 mm Dicke,
- 2,2    faches Volumen = 0,220 mm Dicke,

Vergleichstabellen für maschinenglatten Werkdruck:

Volumen 1fach Gewicht in g/m² Blattdicke in mm Bogendicke (8 Blatt) in mm

60 0,060 0,480
65 0,065 0,520
70 0,070 0,560
75 0,075 0,600
80 0,080 0,640
85 0,080 0,640
90 0,090 0,720
95 0,095 0,760
100 0,100 0,800

Volumen 1,5 fachGewicht in g/m² Blattdicke in mm Bogendicke (8 Blatt) in mm

60 0,090 0,720
65 0,098 0,784
70 0,105 0,840
75 0,113 0,904
80 0,120 0,960
85 0,128 1,024
90 0,135 1,080
95 0,143 1,144
100 0,150 1,200

Volumen 1,75 fachGewicht in g/m² Blattdicke in mm Bogendicke (8 Blatt) in mm

60 0,105 0,840
65 0,114 0,912
70 0,123 0,984
75 0,131 1,040
80 0,140 1,120
85 0,149 1,192
90 0,158 1,264
95 0,166 1,328
100 0,175 1,400

Volumen 2 fachGewicht in g/m² Blattdicke in mm Bogendicke (8 Blatt) in mm

60 0,120 0,960
65 0,130 1,040
70 0,140 1,120
75 0,150 1,200
80 0,160 1,280
85 0,170 1,360
90 0,180 1,440
95 0,190 1,520
100 0,200 1,600

Volumen 2,2 fachGewicht in g/m² Blattdicke in mm Bogendicke (8 Blatt) in mm

60 0,132 1,056
65 0,143 1,144
70 0,154 1,232
75 0,165 1,320
80 0,176 1,408
85 0,187 1,496
90 0,198 1,584
95 0,209 1,672
100 0,220 1,760

Pappe

ist in der Regel stärker als Karton (Flächengewicht) und hat darum eine größere Festigkeit. Nach dem Produktionsverfahren werden Maschinenpappen und Wickelpappen unterschieden. Verpackungskarton, Technische und Spezial-Pappen.

Papyrolin

Papier aus einer Verbindung von Papier mit einem Textilgewebe.

Papyrus

ist der Vorläufer des Papiers, der diesem den Namen gegeben hat. Hergestellt wurde es aus einem schilfartigen Sumpfgewächs (Papyrus), dessen Stengelmark in Streifen geschnitten, kreuzweise übereinandergelegt und dann gepresst, gehämmert, geglättet und getrocknet wurde.

Pauscht

Alte Bezeichnung aus der Zeit des Handschöpfens für einen Stoß von 181 geschöpften Bogen, die zwischen 182 Filzen lagen und zum Entwässern gepresst wurden.

Pergamentersatz

ist ein fettdichtes ("Butterbrot"-)Papier. Seine Dichtigkeit erhält es im wesentlichen dadurch, dass die Zellstofffasern auf besondere Art vermahlen werden. Die einzelnen Fasern werden dabei stark aufgeteilt bzw. gequetscht. Es ist aber - im Gegensatz zum Pergamentpapier - nicht wasserdicht und kochfest.

Pergamentpapier

(genannt "Echt Pergament") ist ein kochfestes, fett- und wasserdichtes Papier. Das Ausgangsprodukt ist ein saugfähiges Rohpapier, das in einem Schwefelsäurebad behandelt wird, um die Papieroberfläche abzudichten. Pergamentpapier wird vor allem zum Verpacken von Fettprodukten (Butter, Margarine) sowie für technische Zwecke eingesetzt.

Pergamin

Aus fein gemahlenem Zellstoff hergestelltes, weitgehend fettdichtes, aber nicht nassfestes Papier. Seine hohe Transparenz erhält es durch sehr scharfe Satinage.

Einsatzgebiete: Abdeckblätter in Fotoalben, Briefumschlagfenster u.ä.

Plakatpapier

Naturpapier mit besonderen Eigenschaften für die Bedruckbarkeit und speziellen technologischen Voraussetzungen für das Einweichen vor der Plakatierung, für das Kleben und für die Witterungsbeständigkeit. Die einseitig farbig gestrichene Plakatpapiere (auch in Tagesleuchtfarben) müssen lichtbeständig und regenfest sein.

Postconsumer-Waste

Der Begriff "post-consumer-waste" kommt aus dem Amerikanischen. Gemeint ist Altpapier im Sinne der Definition nach DIN 6730. Dies können z. B. alte Zeitungen, Zeitschriften, Kataloge u. ä. sein.

siehe auch: Altpapier

Postkartenkarton

Leicht holzhaltig oder holzfrei. Er muss entsprechend der Postvorschrift ein Mindestgewicht von 150 g/m2 haben.

Siehe auch: Karton

Preprint

Verarbeitungs- und Lagerempfehlungen zum Preprintvorgang: Preprint-Papiere werden mit einer Feuchtigkeit von ca. 35% ausgeliefert, also bedeutend trockener als Standard-Offsetpapiere mit einer Feuchte von ca. 50% ± 5%. Grundsätzlich handelt es sich um ein zu trockenes Papier, also um ein Material, das nicht im Gleichgewicht zur Raumfeuchte des Druckmaschinenraums, in der Regel 50-55% relative Feuchte, steht.

Die niedrige Feuchte, die während des Offsetdruckvorgangs um nicht mehr als 5% zunehmen darf, verhindert, dass das Papier nach der Hitzefixierung im Laser- oder Kopiergerät zu viel Wasser verliert und damit seine ursprüngliche Planlage. Dies würde zu Druckauslassungen, Papierstaus oder Problemen beim automatischen Zusammentragen führen. Die niedrige Feuchtigkeit hat jedoch zur Folge, dass das Preprint-Papier viel schneller und sensibler auf seine "feuchte" Umwelt reagiert als ein Standard-Offsetpapier.

Um ein funktionstüchtiges Produkt zu erhalten und Störungen bei der Verarbeitung in Kopierern oder Laserdruckern zu vermeiden, bitten wir Sie daher, folgende Empfehlungen zu beachten:

Vor dem Offsetdruck:

  • Lagern Sie das Papier mindestens einen Tag im Drucksaal, damit es sich an die Temperatur dort gewöhnen kann.
  • Nehmen Sie das Papier erst kurz vor dem Bedrucken aus der Klimaschutzverpackung, damit es keine Feuchtigkeit aufnimmt.

Während des Offsetdrucks:

  • Fahren Sie mit möglichst geringer Wasserführung. Das Papier darf während des Offsetdrucks maximal 5% Feuchtigkeit aufnehmen.
  • Benutzen Sie, wenn möglich, ein Alkohol-Feuchtwerk. Der pH-Wert des Wischwassers darf nicht tiefer als 5,5 sein.
  • Setzen Sie je nach Anwendungsgebiet Ihrer Erzeugnisse die nach Absprache mit Ihrem Farblieferanten geeigneten Farben ein.

Nach dem Offsetdruck/in der Weiterverarbeitung:

  • Umhüllen Sie sofort nach dem Druckvorgang das Papier mit einer Klimaschutzverpackung (z.B. Rieseinschlag, Folie, Plastikhaube), damit es keine zusätzliche Feuchtigkeit aufnehmen kann.
  • Lassen Sie das Papier nach dem Druck genügend lange ruhen, bis die Farbe nagelhart ausgetrocknet ist, damit sie bei der Weiterverarbeitung nicht durch die Gerätehitze aufgeweicht wird.
  • Achten Sie beim Ausrüsten des Endformats auf einen glatten Schnitt mit scharfgeschliffenen Messern. Er verhindert Geräteverschmutzungen und Verarbeitungsprobleme!
  • Erst unmittelbar vor dem Gebrauch im Kopierer oder Laserdrucker die Verpackung öffnen, um Feuchtigkeitsaufnahme zu verhindern.

Pressenpartie

Wesentlicher Bestandteil einer Papiermaschine. Langsiebpapiermaschine

Programmpapier

Geschmeidiges, meist holzfreies Papier mit weichem Laubholz-Zellstoff, das beim Umblättern wenig Geräusche verursachen soll.

Pulp

Englische Bezeichnung für den aufbereiteten, produktionsfertigen Faserstoff.

Pulper

Maschine (Stoffauflöser) zum Auflösen von Zellstoff, Holzstoff oder Altpapier in der Papierindustrie. Dabei wird der Stoff so stark aufgelöst, dass er pumpfähig wird und der Verarbeitung zugeführt werden kann.

Querperforation

Bei Tabellierpapieren. Trennperforation der Einzelblätter.

Rauhigkeit

Die Oberflächenstruktur eines Papiers lässt sich mit der Oberfläche einer Landkarte vergleichen. Die „Löcher“ zwischen den Fasern bei ungestrichenen Papieren lässt sich mit der Distanz zwischen Bergen und Tälern vergleichen, wobei die Oberfläche gestrichener Papiere wesentlich glatter ist.

Recyclingpapiere

Altpapier ist der Rohstoff für Recycling-Papier. Beispiele: Zeitungsdruckpapier, Schulhefte, Hygienepapiere, Kopierpapiere, Tabellierpapiere

Reißlänge

Gemessen wird in Messgeräten ein gleichbleibend breiter Papierstreifen, der durch sein Eigengewicht am Aufhänge-Endpunkt reißen würde. Ein 5 cm breiter Streifen mit 2,25 kg Gewicht reißt z.B. bei 4.500 m Länge.

Reißprobe

Einfache Prüfung zum Ermitteln der Laufrichtung eines Papiers.
siehe Laufrichtung

relative Feuchtigkeit

Kopierpapiere: 25-35 %
Offset- und andere Papiere: 50 – 55%

Ries

Bezeichnung für ein Papierpaket (Rieseinschlag).

Rieseinschlag

Einpackpapier für Papierstapel, z.B. 500 Blatt DIN A4. Bei Qualitativ hochwertigen Papieren ist der Rieseinschlag mit einer Klimaschutzbeschichtung versehen.

Rohstoffe

Holzschliff:

Zur Gewinnung von Holzschliff werden die Baumstämme von der Rinde befreit und auf etwa einen Meter lange Holzprügel gestutzt. Die entrindeten Stämme werden zwischen rotierenden Schleifsteinen unter fließendem Wasser zerschliffen. Nachteilig bei diesem angewandten Verfahren ist das Zurückbleiben von Holzbestandteilen wie Lignin oder Harz in dem gewonnenen Faserstoff. Eine optisch störende gelbliche Tönung des Holzschliffs wird durch das Bleichen aufgehellt. Die Rohstoffausbeute liegt fast optimal mit 95%.
siehe holzhaltige Papiere

Zellstoff:

Zellstoff ist das aus pflanzlichen Rohstoffen auf chemischen Wege gewonnene Fasermaterial. Aus dem zu Schnitzel verkleinertem Holz gewinnt man je nach der verwendeten chemischen Lösung Sulfat- und Sulfitzellstoff. Das Sulfatverfahren für den Holzaufschluss arbeitet mit Lauge, während beim Sulfitverfahren Säure für die Herstellung eingesetzt wird. Entscheidend bei dieser Art der Faserstoffgewinnung ist im Gegensatz zum Holzschliff die Herauslösung sämtlicher nichtfaserigen Bestandteile des Holzes, wie z.B. Lignin. Die Rohstoffausbeute liegt je nach Verfahrensweise zwischen 25 und 35%, was zwangsweise einen Anstieg der Kosten für die Faserstoffgewinnung mit sich bringt. Zellstoff ist der Hauptrohstoff für holzfreie Papiere (über 95%). Hauptlieferländer: Skandinavien, USA, Kanada

Altpapier:

Neben dem Holzschliff und dem Zellstoff hat das Altpapier einen großen Anteil an der Papierherstellung. Altpapier ist gebrauchtes bzw. aus der Erzeugung oder Verarbeitung zurückgeführtes Papier mit gräulicher Färbung. Zum Einsatz kommen unsortierte Altpapiere, denen in einem ersten Arbeitsgang die Druckfarbe entzogen wird (De-Inking). Der Altpapieranteil an der Produktion beträgt z.Zt. in der deutschen Papierindustrie über 61%.

Vorteile der Recycling-Papiere:
- Entlastung der Mülldeponien
- geringerer Energieverbrauch
- weniger Abwasser

siehe Umweltengel

Rohstoffverarbeitung

Suspendierung im Pulper:

Die zumeist luftgetrockneten Zellstoff-Faserballen werden in einem Behälter (Pulper oder Stoffauflöser) unter Zugabe von reichlich Wasser durch Wirbelung in Einzelfasern zerlegt. Es entsteht ein Brei, der aus 5 Teilen Faserstoff und 95% Wasser besteht.

Mahlung:

Die unterschiedlichen Mahlarten der Faserstoffe bzw. Fasern prägen den Charakter eines Papiers. Mit Hilfe eines Kegelrefiners hat man die Möglichkeit, die Fasern entsprechend dem Verwendungszweck entweder sehr kurz oder lang zu mahlen. Zusätzliches Quetschen der Fasern im Refiner gibt dem Papier Festigkeit. Zugabe von Hilfs- und Füllstoffen, optischen Aufhellern und Leimungsstoffen: Hilfs- und Füllstoffe verbessern die Opazität, steigern die Weiße und ermöglichen eine weicher und geschmeidiger werdende Oberfläche mit erhöhter Glätte. Ferner werden dem Papier optische Aufheller zur Verbesserung der Weiße zugegeben. Es sind Stoffe, die unsichtbares UV-Licht absorbieren. Leimungsstoffe geben dem Papier Saugfähigkeit, sorgen für eine gute Beschreibbarkeit, Härte und Klang.

rotativer Schnitt

Fast alle DIN A4-Papiere werden heute auf vollautomatischen Fertigungsstraßen bei elektronischer Überwachung geschnitten und ausgerüstet. Der Schnitt erfolgt rotativ, d. h. zwei rotierende Messer trennen die Papierbahn maßgenau.
siehe Planschneider-Schnitt

Satinage (satinierte Papiere)

Besonders geglättete Papiere. Glättung erfolgt in einem zweiten Arbeitsgang durch ein Walzensystem. Papiere für Umdrucker müssen satiniert sein. Von Hand ausgezeichnet zu beschreibende Papiere. Heute: aus Preisgründen überwiegend maschinenglatt gefertigte Papiere wie Kanzleipapier.
siehe Oberflächenbeschaffenheit

Sauerstoffbleiche/ Wasserstoffperoxid

Als Ersatz für Chlor können Sauerstoff oder Sauerstoffverbindungen eingesetzt werden. Eine Bleichung mit Wasserstoffperoxyd ist der z.Z. umweltschonendste Bleichprozess, denn es zerfällt in Wasser- und Sauerstoff.

Säurefreies Papier

Papiersorte, die keine Säure und auch keine Restchemikalien, die Säure produzieren, enthält. Es hat einen pH-Wert von mehr als 7 pH, ist damit leicht alkalisch und wird auch als neutralgeleimt bezeichnet. Wenn von einem Papier Alterungsbeständigkeit verlangt wird, sind solche Qualitäten zu bevorzugen.

Schmalbahn (SB)

Bezeichnung der Hauptfaserrichtung. Lange Kante des Blattes verläuft parallel zur Maschinenrichtung
Schreibweise: 210 x 297 mm SB
oder: DIN A4 SB

Schnitt-Steg-Perforation

Normalperforation (Quer- und Längsperforation) bei Tabellierpapieren

_._._._._._._._._._._._._._._._._._._._._

SD-Papier (selbstdurchschreibende Papiere)

Beschichtetes, selbstdurchschreibendes Papier. Hier unterscheidet man sog. Einblatt- und Zweiblattsysteme. Die Oberseite ist mit sog. Mikrokapseln beschichtet, die durch die Beschriftung zerstört werden und so zu einer sichtbaren Durchschrift führen. Vorteil des Einblattsystems: Kann hinter jedem Originalpapier verwendet werden. Mehrblattsysteme: Nur funktionsfähig bei korrekter Reihenfolge der einzelnen Blätter wegen abgestimmter Ober- und Unterblattbeschichtung.

Siebdruck

Durchdruckverfahren, bei dem eine Schablone alle Nichtbildstellen, also alle nichtdruckenden Stellen durch eine manuelle oder fotomechanische Schablone auf dem Sieb verschließt. Durch offene Stellen wird die Druckfarbe mit einem relativ geringen Anpressdruck von einer Rakel auf den Bedruckstoff übertragen.

Siebseite

siehe Papieroberfläche (Zweiseitigkeit)

SK-Klebung bei Briefhüllen und Versandtaschen

Die Haltbarkeit der Selbstklebung ist begrenzt:
-Recyclingpapiere: Herstellergarantie max. 6 Monate
-Holzfreie bzw. natronhaltige Papiere: Herstellergarantie 12 Monate

Um die Produkte identifizieren zu können, bringen die Hersteller bestimmte Codes unter der Verklebung an. So können sowohl Hersteller als auch Produktionsdatum (wegen Garantie!) festgestellt werden.

SM + Offset#

siehe Offsetpapier

SM-Papier

Schreibmaschinenpapier von 40 bis 110 g/qm Flächengewicht. z.B. Zanders-Feinpapiere

Stau

Durchlaufschwierigkeiten im Kopierbereich können vielfältige Ursachen haben. Vorbeugend wichtig:
Nur Qualitätspapiere einsetzen, die auf die Erfordernisse abgestimmt sind. Hochwertige Papiere bringen zwangsläufig weniger Probleme im Lauf und eine bessere Kopie. Wartungsverträge werden optimiert.
Kopierpapieren die Möglichkeit geben (vor allem in feuchter oder kalter Jahreszeit), sich langsam den Raumwerten (Wärme + Feuchte) anzupassen, d.h.Papier aus den Kartons nehmen, aber in geschlossenem Ries im Kopierraum lagern (mind. 24 Stunden)
Nur Kopierpapiere mit Klimaschutzpackung ( Klimaschwankung) einsetzen.
Anbruchriese in der kritischen Jahreszeit besser wieder verschließen.
Nur staubfreie Qualitätspapiere einsetzen.
Papier lebt – bei beidseitigem Kopieren wird das Papier extrem beansprucht. Gönnen Sie dem Papier nach dem 1. Durchgang eine "kleine Pause" und auch der zweite Durchlauf verläuft problemlos.
Wenn es Probleme gibt, dann prüfen Sie:
Papier richtig eingelegt? (Pfeil beachten)
Planlage (Flachlage des Papiers), Welligkeit durch falsche Behandlung.
Kopierer optimal eingestellt?
Wartungsintervalle des Gerätes eingehalten?
Fehldruckstellen: extreme statische Aufladung.
Lieferanten verständigen, offensichtlicher Mangel am Papier (falsche Feuchtigkeitswerte).

Swan-Umweltzeichen

Nordisches Umweltzeichen für umweltverträgliche Feinpapiere, Schreib- und Kopierpapiere sowie für Tissuepapiere. Die grundlegenden Kontrollen des Swan-Zeichens für die ganzheitliche Herstellung beziehen sich auf die eigentlichen Emissionen bei der Zellstoff- und Papierherstellung für die Umwelt.

Swan-Label

Tabellierpapiere

Endlos ausgerüstete Papiere für den EDV-Bereich. Querperforation zur besseren Blattablage bzw. zum Trennen der Blätter, mit seitlichem Führungslochrand (erforderlich für Weitertransport im Drucker). Für EDV-Drucker und Textautomaten.
Ausführungen: liniert und blanko.
Größenangaben: Breite in mm, Höhe in Zoll.
Überwiegend holzfreie, aber auch Recyclingpapiere im Einsatz. Rohpapiere liefern die Papierfabriken, Druck und Perforation wird von Endlosdruckern aufgebracht. Als Einfach- sowie Mehrfachpapiere (Crimp-Lock-Heftung) – SD – und mit Kohlepapier lieferbar.

siehe auch holzfreie Papiere
Recyclingpapiere
SD-Papier

Entwicklung: Im Markt generell rückläufig. Der Trend geht hin zu Blatt-Druckern
Allgemeines über Papier

tcf

Total chlorfrei - bedeutet „absolut chlorfrei“, d.h. der Zellstoff wird ohne Chlor gebleicht. Der AOX-Wert beträgt 0,0 bezogen auf 1000 kg Faserstoff.
siehe Chlorfrei / chlorarm

Telefaxmarkt/-geräte

Der Telefaxmarkt ist tendenziell rückläufig, da er durch neue Medien verdrängt wird. Die Geräte, die mit Thermopapieren arbeiten sind stärker betroffen, als der Markt der Normalpapierfaxgeräte.

Thermodrucker

siehe Telefaxgeräte

Thermopapiere

Speziell einseitig beschichtetes Papier, reagiert auf Wärme.

Ablauf:

Druckkopf besteht aus feinsten Nadeln (ähnlich Nadeldrucker), wobei kurzfristig die im Moment druckenden Nadeln erhitzt werden. Durch Erhitzen verfärbt sich das Thermopapier an den entsprechenden Stellen.
siehe Telefaxmarkt

Tiefdruck

Druckverfahren, bei dem die druckenden Stellen der Druckform vertieft liegen. Dabei wird mit einer für das jeweilige Tiefdruckverfahren geeigneten Druckfarbe die gesamte Druckform eingefärbt. Die Oberfläche wird anschließend gereinigt, so daß nur in den Vertiefungen Farbe verbleibt. Durch starken Anpressdruck wird die Druckfarbe aus den Bildstellen auf den Bedruckstoff übertragen.

Tintendruckpapiere

siehe Ink-Jet-Papiere

Tintenschreibfähigkeit (Tintenfestigkeit) Tintenstrahldrucker (Ink-Jet)

Beim sog. Ink-Jet werden Tintentröpfchen aus extrem kleinen Düsen elektronisch gesteuert auf den Druckträger geschossen. aus einzelnen Tröpfchen werden Schriftzeichen oder ganze Grafiken zusammengesetzt. Druckgeschwindigkeit beträgt bis zu 15 Seiten A4 pro Minute. Spezial-Ink-Jet-Papiere bringen TOP-Ergebnisse.

Tissue Papier

Holzfreies, hochwertiges Hygienepapier, (auch Recycling).
siehe Toilettenpapier

Toilettenpapiere

Hygienepapiere. Man unterscheidet holzfreie und altpapierhaltige Sorten sowie 1- bis 4-lagige holzfreie Tissue-Papiere. Die Einzellagen werden miteinander verprägt.
Krepp = altpapierhaltig
Tissue = holzfreie, auch altpapierhaltige Ware feuchtes Toilettenpapier

Transparentpapiere

Durch feinere Mahlung der Fasern wird Gleichmäßigkeit und hohe Durchsicht (= Transparenz) erreicht.

Transparenz

Durchsichtigkeit erreicht durch feinere Fasermahlung. Gegenteil: Opazität. Zeichenpapiere für Techniker, Architekten usw., z.B. T2000 RO.

Trockentoner-Kopierer

Heute arbeiten fast alle Kopierer im Markt mit trockenem Toner (= Pulver). Früher auch Nasstoner = flüssig

Umdruckpapier

Druck von Matritze auf Papier. Für mittelgroße Auflagen (60 – 150 Stück). In DIN A4 überwiegend im Einsatz von mittelfeinen Papieren. Papiere müssen eine besonders glatte, geleimte Oberfläche aufweisen. Glättung auf Kalander = Satinage.
Einsatzbereich: Schulen, Behörden
Entwicklung: Rückgang zugunsten Kopierpapier

Umweltengel

Vergeben vom Institut RAL Gütesicherung und Kennzeichnung e.V., Bonn, für umweltfreundliche Papierprodukte. Voraussetzung: 100 % Altpapierbasis.

Umweltzeichen

Umweltfreundliches Papier
siehe auch Rohstoffe
Altpapier
Umweltengel

Volumen

Das Volumen (Rauminhalt) des Papiers bestimmt das Verhältnis zwischen seiner Dicke und dem g/m2 Gewicht. Bei gleichem Quadratmetergewicht ist ein Papier um so griffiger, je voluminöser es ist.
z.B. Papiergewicht 100 g/qm, Dicke, 0,100 mm

Dicke = Volumen 0,100 mm
Flächengewicht 0,100 kg = einfaches Volumen
bei 0,200 mm = 2-faches Volumen 0,100 kg

Man unterscheidet Papiere mit einfachem, 1,5-, 1,75- und 2,2-fachem Volumen. Höhere Volumina werden im Buchhandel sehr oft eingesetzt, um auch bei kleiner Seitenzahl eine größere Buchstärke zu erhalten.

Vorläufer des Papiers

Papyrus - hergestellt aus der in Afrika heimischen Papyruspflanze
Pergament - hergestellt aus ungegerbten Fellen junger Schafe und Ziegen
Amatl - hergestellt im Kulturkreis der Mayas aus der inneren Rinde des Feigenbaumes
Tapa - aus dem Kulturkreis der Azteken aus der Rinde bestimmter Bäume und Sträucher
Loktha - ist eine nepalesische Faser, die aus der inneren Rinde der Napalpapierdaphne gewonnen wird.

Was tun, wenn...

Laufprobleme,Staus:
Verwenden Sie akklimatisiertes, originalverpacktes Papier. Überprüfen Sie, ob das Papier entsprechend der „Pfeilrichtung“ eingelegt wurde. Prüfen Sie, ob das Papier „Schnittgrad“ hat.

Fehleinzug:
Überprüfen Sie, ob die Papierkassette vorschriftsgemäß eingelegt wurde; reinigen Sie ggfs. Sie die Einzugswalzen.

Doppelblatteinzug
Papierstapel auffächern (Schnittgrad) bzw. mit einem feuchten Lappen an dem Papierstapel entlang fahren. Einzugseinheit des Geräts reinigen oder neu justieren lassen.

Fleckiger oder streifiger Ausdruck:
Prüfen, ob das Vorlagenglas oder die Optik verschmutzt ist.
Prüfen, ob Fotoleitertrommel beschädigt ist.
Prüfen, ob Koronen verschmutzt sind.
Prüfen, ob Tonerstation defekt.

Druckauslassungen (=tonerfreie Flecken):
Liegt ein Tellern oder eine Randwelligkeit vor?
Prüfen des Tonervorrates
Überprüfen der Koronen und der Fotoleitertrommel Qualitätspapiere minimieren Probleme maßgeblich!

Wasser

Ohne Wasser kein Papier. Das liegt daran, daß bei der Papierherstellung das Wasser nicht einfach nur Transportmittel für die Fasern bei der Blattbildung ist, sondern auch chemische und physikalische Kräfte zwischen den Fasern bewirkt. Die Papierindustrie zählt zu den wasserintensiven Industriezweigen. Um den Frischwasserbedarf zu senken, wird das Fabrikationswasser mehrfach verwendet. Das führte im Laufe der Jahrzehnte zu einer deutlichen Verringerung des Frischwasserbedarfs. Während 1940 bis zu 600 Liter Wasser für 1 kg Papier benötigt wurden, liegt heute der durchschnittliche Wasserbedarf unter 20 Liter für 1 kg Papier. Der Papierbrei besteht zu 99% aus Wasser und nur zu 1% aus Fasern und Füllstoffen.

Wasserstoffperoxid H2O2

Bleichmittel welches meist als wässrige Lösung im Handel vorkommt. Zerfällt nach Einsatz in Wasserstoff und Sauerstoff und ist damit umweltfreundlich. Wichtig für die Herstellung chlorfrei gebleichter Papiere.
siehe tcf

Wasserzeichen

Das echte Wasserzeichen kennzeichnet einen Markenartikel und entsteht durch Verdrängung (z.T. auch Anreicherung) von Papierstoff während der Herstellung. Die Verdrängung lässt das Zeichen (z.B. Gohrsmühle) heller, die Anreicherung dunkler (z.B. Zanders Classic) erscheinen. Die Wasserzeichenwalze (Egoutteur) drückt das Zeichen in die nasse Papierbahn, dadurch unscharfe Konturen des Zeichens. Das abgepasste Wasserzeichen erscheint auf jedem Blatt an der gleichen Stelle (= abgepasst), im Gegensatz zum durchlaufenden Wasserzeichen. Fortlaufende Wasserzeichen werden zur Sicherung von Wertpapieren eingesetzt, wie Aktien, Geldscheine usw. Unechte und halbechte Wasserzeichen (Molette-Zeichen) werden auf die halbtrockene Papierbahn aufgebracht. Scharfe Zeichenkonturen. Spätere Möglichkeit: Prägung

Weiße

Die Weiße bei Zellstoff bzw. Papier wird durch -> Bleichung sowie optische (chemische) Aufheller erreicht. Messverfahren: ISO. Ein sehr entscheidendes Kriterium für die qualitative Zuordnung von Papier. Die Weiße (der Weißegehalt) wird gemessen im Vergleich zu Magnesiumoxyd, dessen Rückstrahlvermögen für Licht aller Farben gleich 100 % gesetzt wird (nicht zu verwechseln mit Farbort).

Welligkeit

siehe Klimaschwankungen

Wellpappe

Leichtes, in mehreren Lagen gefertigtes Material, hoch belastbar.
Aufbau: Außendeckenbahn – Wellenbahn – Innendeckenbahn (auch mehrfach möglich).

Wertzeichenpapiere

Hochwertige Papiere mit Hadernanteil (Lumpen) und echtem, fortlaufenden Wasserzeichen (aus Sicherheitsgründen) z.B. für Schecks, Aktien, Banknoten usw.

Xerographie

Elektrostatisches Reproduktionsverfahren (Kopierverfahren), 1938 von Carlson (USA) erfunden: Eine Halbleiterschicht (Selentrommel) wird positiv elektrostatisch aufgeladen. Die Vorlage wird projiziert. Weiße Stellen der Vorlage zerstören die Aufladung, bei schwarzen Stellen (Schriftzeichen) bleibt sie erhalten. Das negativ geladene Pulver (Trockentoner) haftet hierauf und wird dann auf normales Papier übertragen und mittels Hitze eingebrannt (fixiert).
Zellstoff (Zellulose)
siehe Rohstoffe

Zick-Zack-Faltung

Bei Papierhandtüchern gebräuchlich. Die Tücher sind für Spender ineinandergefaltet, so daß beim Herausziehen das nächste nachgezogen wird.

Zoll

Höhenmaß bei Tabellierpapieren (1 Zoll = 2,54 cm)

Wir danken der Soennecken eG für die Erlaubnis zur Übernahme dieses Lexikons und unserem Papierlieferanten SchneiderSöhne für die Ergänzungen.

Hermann Jürgensen im Mercado



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